Die Geschichte von XEROX

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Die Xerographie wurde von Chester F. Carlson, Physiker und Patent-
anwalt, erfunden. Das Wort Xerographie leitet sich im übrigen aus den griechischen Wörtern xeros für “trocken” und graphein für “schreiben” ab.

Chester Carlson, der sein Physikstudium durch Gelegenheits-
arbeiten finanzierte, erlangte seinen Abschluss zur Zeit der Weltwirt-
schaftskrise. Er hatte keinen Job und dazu noch 1400 Dollar Schulden.

Mit der Zeit fand er eine Anstellung in der Patentabteilung einer Elektrofirma. Dort beobachtete er, wie die Patentschriften mühselig abgetippt werden mussten und die Zeichnungen in teure Kopieranstalten geschickt werden mussten. Im Kopf von Carlson entstand die Idee von der Kopie auf Knopfdruck. Es würde alles viel schneller und einfacher gehen.

Im Jahre 1935 begann Chester F. Carlson (geboren am 8.2.1906, verstorben am 19.9.1968) in seiner Freizeit, neben Beruf und juristischem Abendstudium, sich intensiv mit der Idee, Schrift und Bild von einem Blatt Papier auf das andere zu übertragen. Seine Forschungen führten ihn schließlich in den Bereich der Elektrostatik. 1937 erhielt er ein Patent auf ein “Elektrophotographie” genanntes Verfahren. Nun musste Carlson die Theorie nur noch in die Praxis umsetzen.


Er errichtete im New Yorker Vorort Astoria ein Behelfslabor. In diesem entstand am 22.10.1938 die erste Schriftübertragung nach dem xerographischen Verfahren: Eine mit Schwefel beschichtete Metallplatte wurde durch Reibung mit einem Taschentuch elektrisch aufgeladen. Die Metallplatte wurde nun von einer Lampe belichtet. Zwischen der Lampe und der Metallplatte befand sich eine Glasplatte, die den aus Tinte bestehenden Schriftzug “Astoria 10-22-38″ trug.

Nachdem die Platte belichtet wurde, bestreute man sie mit Bärlappsamen - der Schriftzug wurde auf der Platte sichtbar. Der Bärlappsamen wurde nun auf ein über die Metallplatte gelegtes Wachspapier übertragen.
Carlson war der Kopiermaschine einen Schritt näher gekommen. Er fing an, finanzstarke Förderer für das Projekt zu finden, doch er stieß auf, wie er sich äußerte, “ein geradezu enthusiastisches Maß an Desinteresse”.

Im Jahre 1944 war das Batelle Memorial Institut in Ohio bereit, die Erfindung nach Abtretung von 60% aller eventuell zu erzielenden Erträge zu fördern und Entwicklungsarbeiten zu übernehmen. Das Geld des Instituts reichte allerdings nicht aus und Carlson war gezwungen, noch 5000 Dollar beizusteuern.

Am 22.10.1948, genau 10 Jahre nach der ersten xerographischen Kopie, stellte das Batelle-Institut und Haloid Co., Vorgänger von Xerox, der eine begrenzte Lizenz für die kommerzielle Nutzung erworben hatte, das xerographische Verfahren auf der Tagung der Optical Society vor.

Zwei Jahre später kam dann der erste xerographische Kopierer mit dem Namen 
„Model A” auf den Markt.

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Höhepunkte der weiteren Entwicklung von Xerox waren:

  • 1959
    der erste automatische Normalkopierer für das Büro (Xerox 914)

  • 1973
    der erste Farbkopierer (Xerox 6500)

  • 1973
    Prototypen des ersten PC, der Maus und der grafischen Oberfläche

  • 1974
    die elektronische Typenrad - Schreibmaschine

  • 1974
    der erste Laser - Drucker (Xerox 9700)

  • 1979
    zusammen mit DEC und Intel das Ethernet LAN

  • 1990
    das 1. digitale Kopier-/Faxsystem

  • 1991
    Entwicklung der Solid - Ink - Technologie durch Tektronik